Essen & Wein
Die ligurische Küche ist einfach und gut. Olivenöl, Kräuter, Meeresfrüchte, lokaler Wein.
Die Küche hier ist einfach und gut: Olivenöl, frische Kräuter, das was die Jahreszeit hergibt. Die Restaurants im Hinterland kochen anders als an der Küste - rustikaler, weniger auf Touristen eingestellt.
Im Dorf
Drei Möglichkeiten: Pizza, Hausmannskost oder gehobene Küche. Am Wochenende reservieren.
Kleine Bar für Kaffee und Sandwiches
Bar Val Roya (Da Marisa)
Eine kleine, einfache Bar im Dorf. Kaffee, Sandwiches, Snacks – nicht mehr, nicht weniger. Freundlicher Service.
Holzofenpizza und ligurische Küche, auch zum Mitnehmen
Trattoria Pizzeria Bianca
Die Trattoria Bianca liegt an der Via Nazionale, der ehemaligen Hauptstraße durch Airole. Ein Familienbetrieb mit Holzofenpizza und ligurischen Gerichten – solide, ohne Experimente. Die Pizza kommt aus dem Holzofen, die Pasta ist hausgemacht. Wer keine Lust hat zu kochen, kann auch mitnehmen – praktisch für Abende auf der eigenen Terrasse. Der Inhaber spricht mehrere Sprachen, die Verständigung ist kein Problem.

Kreative Pizzen von deutschen Betreibern, ganzjährig geöffnet
Pizzaria - A Teira
A Teira ist die einzige ganzjährig geöffnete Pizzeria in Airole. Der Name bedeutet im ligurischen Dialekt "die Erde" – benannt nach dem fruchtbaren Boden, auf dem das Lokal steht. Betrieben wird die Pizzeria seit 2016 von Thomas und Irene, einem deutschen Paar, das seit 2001 im Dorf lebt. Irene, ursprünglich Pelzdesignerin, lernte das Pizzabacken bei einem neapolitanischen Pizzaiolo und entwickelte ihren eigenen Stil. Die Pizzen sind kreativ: Pizza Irene, Pizza Maxima (Mozzarella, Brie, Speck, Nüsse – den Niederländern im Dorf gewidmet), Lachs mit Zitrone. Die Zutaten wechseln saisonal. Das Lokal hat etwa 50 Plätze auf 10 Tischen, drinnen und draußen. Die Atmosphäre ist ungezwungen, die Preise fair. Am Wochenende kommen viele zum Aperitivo, besonders im Winter, wenn es im Dorf ruhiger ist. CNN Travel und Fanpage haben 2023 über A Teira berichtet – als Beispiel für gelungene Integration und kulinarische Überraschungen in einem ligurischen Bergdorf.

Gehobene ligurische Kueche in historischem Ambiente
Ristorante U Veciu Defisiu
Das U Veciu Defisiu liegt direkt an der Piazza SS. Filippo e Giacomo – dem Herzen von Airole. Ein paar Tische draußen auf der Rückseite, drinnen die Atmosphäre einer ligurischen Trattoria, wie es sie kaum noch gibt. Die Küche ist regional und saisonal. Coniglio alla ligure – Kaninchen geschmort in Rossese-Wein mit Oliven, Tomaten und Pinienkernen. Polpo con patate, zart und aromatisch. Hausgemachte Pasta: Trofie, Ravioli, je nach Tag. Dazu Hauswein aus der Karaffe und zum Abschluss ein Limoncello aufs Haus. Der Wirt Marco ist ein Original. Er kennt jeden im Dorf, erzählt Geschichten, empfiehlt was gut ist. Wer steif und förmlich essen will, ist hier falsch. Wer ligurische Gastfreundschaft sucht, ist richtig. Das U Veciu Defisiu seit Jahren das bestbewertete Restaurant in Airole.

Die Dorfbar – Espresso, Aperitivo und Dorfleben
Bar Happy Days
Die Happy Days Bar ist der Treffpunkt von Airole. Morgens zum Espresso, abends zum Aperitivo, dazwischen für alles andere. Willy, der Inhaber, merkt sich jede Bestellung – auch wenn die Bar voll ist. Die Bar liegt direkt an der Piazza. Im Sommer sitzt man draußen und schaut dem Dorfleben zu. Drinnen läuft Fußball (Juventus!), es gibt einen Tischkicker, und wer Zigaretten oder Briefmarken braucht, ist hier auch richtig – die Bar ist gleichzeitig Tabacchi. Das Angebot ist klassisch italienische Bar: Kaffee, Wein, Bier, Spritz. Dazu kleine Snacks – Brot, Käse, Salami zum Aperitivo. Kein Restaurant, aber der richtige Ort, um im Dorf anzukommen.
In der Region
Ventimiglia Alta, Bordighera, Dolceacqua - hier lohnt sich der Ausflug. Ideal kombiniert mit Strand oder Markt.
Ligurisches Bistrot neben der Markthalle
Geppy's Bistrot
Das Geppy's liegt im Herzen von Ventimiglia, wenige Schritte vom Bahnhof und der Markthalle entfernt. Das Dekor ist modern und elegant, die Atmosphäre geschäftig – mittags kommen hier die Anwälte, Makler und Geschäftsleute aus der Umgebung. Wer nach dem Einkauf in der Markthalle einen Platz will, sollte bis 12:15 Uhr da sein. Danach wird es eng. Die Küche verbindet ligurische Tradition mit kreativen Akzenten. Schwerpunkt liegt auf fangfrischem Fisch, aber auch die Fleischgerichte überzeugen. Mittags wechseln die Tagesgerichte, die Portionen sind fair, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Abends (nur Wochende) wird das Menü anspruchsvoller: Brandacujun di stocco – der ligurische Stockfisch-Stampf, cremig und würzig. Gegrillter Oktopus auf Kartoffelcreme. Gefüllte Sardellen als Vorspeise. Bei den Primi dominieren hausgemachte Ravioli und Pasta mit Bottarga. Das Team ist jung, aufmerksam und spricht neben Italienisch auch Französisch und Englisch.
Handgemachtes Eis in Strandnähe
Triboulet Gelateria
Eine kleine Eisdiele in Strandnähe von Ventimiglia. Die Auswahl wechselt saisonal – im Sommer dominieren fruchtige Sorten mit Obst aus der Region, im Winter Schokolade und Nuss. Das Eis ist handgemacht. Im Sommer kann es zu Wartezeiten kommen.
Mediterrane Küche unter Olivenbäumen in der Altstadt
Ristorante Venti
In der ehemaligen Bocciofila von Ventimiglia Alta, direkt an der romanischen Kirche San Michele, hat 2023 eines der interessantesten neuen Restaurants der Region eröffnet. Hinter dem Projekt stehen zwei junge Unternehmer aus Ventimiglia: Diego Pani, dritte Generation einer Gastronomen-Familie, und Paolo Boeri Roi von der gleichnamigen Ölmühle in Badalucco. Der Name "Venti" spielt auf die Stadt an – aber auch auf die Winde, die seit jeher Kulturen über das Mittelmeer tragen. Entsprechend ist die Küche: mediterran mit Einflüssen aus Griechenland, Nordafrika, Spanien. Der rote Faden ist das Olivenöl der Taggiasca-Olive, das die Familie Pani schon in den 60er Jahren für ihre berühmte Frittura verwendete. Bei gutem Wetter sitzt man unter einem Dutzend Olivenbäumen auf der Terrasse, mit Blick über die Dächer der Altstadt bis zum Meer. Der Innenraum erinnert an eine elegante Yacht – Nussbaum-Holz, Messing-Details, Murano-Glas. Chef Manuel Marchetta bringt Erfahrung aus dem Hanbury und dem Mimosa in Sanremo mit. Die Frittura ist ein Muss – leicht und bekömmlich dank des hochwertigen Olivenöls. Dazu Capesante mit Seeigel, Alici in Haselnuss-Panade, Rombo mit Champagner-Karamell.
Ligurische Küche mit Meerblick an der Piazza Vento Largo
Ü Funtanin
Das Ü Funtanin liegt an der Piazza Vento Largo am Rand von Ventimiglia Alta. Der Platz öffnet sich zum Meer: Palmen, weiße Steinbänke, der Blick hinunter auf den Hafen und hinaus aufs Wasser. An der Hauswand des Restaurants klettert eine üppige Bougainvillea. Die Terrasse nutzt diesen Platz. Man sitzt draußen unter Sonnenschirmen, mit dem Meer vor Augen. Die Küche ist ligurisch mit Schwerpunkt auf Fisch und Meeresfrüchten – je nachdem, was der Markt am Morgen hergegeben hat. Ein Familienbetrieb seit Generationen, mit der Routine und Gelassenheit, die das mit sich bringt. Im Winter verlagert sich das Leben nach drinnen, ein Kaminfeuer brennt. Die Atmosphäre bleibt entspannt, nicht steif. Reservierung am Wochenende ist klug.

Strand und Restaurant seit 1959, ganzjährig geöffnet
Bagni Caranca
Das Bagni Caranca liegt am südlichsten Punkt der Provinz Imperia, direkt am Meer in Bordighera. Seit 1959 ein Familienbetrieb – gegründet von Martinetto Blancardi, heute geführt von seinem Sohn Enrico. Was das Caranca von anderen Bagni unterscheidet: Es ist ganzjährig geöffnet. Die 2015 installierte bioklimatische Pergola mit Glaswänden macht es möglich – im Sommer Schatten, im Winter Schutz, immer mit Blick aufs Meer. Tagsüber ist die Atmosphäre zwanglos. Man kommt zum Baden, liegt in der Sonne, isst mittags etwas Leichtes. Der Strand ist gepflegt, das Wasser klar. Abends wird es etwas schicker, aber nie steif. Die Küche ist ligurisch mit Schwerpunkt Fisch: Brandacujun, Spaghetti vongole, frittierter Fisch, Tarte Tatin zum Abschluss. Das Team ist eingespielt – wer hier arbeitet, bleibt. Das merkt man am Service und an der Qualität, die konstant bleibt, während bei saisonalen Strandbädern jedes Jahr neue Gesichter auftauchen. Stammgäste kommen seit Jahrzehnten.
Direkt vom Erzeuger
Olivenöl, Safran, Honig, Wein - die Produzenten verkaufen direkt. Im Herbst laufen die Mühlen, dann gibt es frisches Öl.
Le Api di Airole
Slow Food Presidio - Schutz der Schwarzen Biene des westlichen Liguriens
Nachhaltige Imkerei von Fabrizio Zagni mit dem Ziel, die Ape Nera del Ponente Ligure (Schwarze Biene des westlichen Liguriens) zu schuetzen und zu erhalten. Slow Food Presidio seit 2021. Die Ape Nera del Ponente Ligure ist ein natuerlicher Hybrid aus der italienischen "Ape bionda" (Apis mellifera ligustica) und der franzoesischen "Ape nera" (Apis mellifera mellifera), entstanden ueber Jahrtausende in der Grenzregion. Fabrizio Zagni ist auch Techniker bei ApiLiguria und engagiert sich fuer den Schutz der autochthonen Bienenart sowie den Kampf gegen die Vespa Velutina.
Zafferano di Abrighi
Einer der wenigen Safranproduzenten Liguriens - direkt in Airole
Einer der wenigen Safranproduzenten Liguriens, direkt in Airole. Erika Gastaldi baut Safran und Kräuter zwischen Olivenhainen an. Das eigene Labor ermöglicht Verarbeitung und Verpackung höchster Qualitaet. Der Safran wird jaehrlich auf Qualität analysiert (Umidita, Pirocrocina, Safranale, Crocina) und ist als erste Qualität zertifiziert.
A Trincea - Wein & Olivenoel
Familienbetrieb mit traditionellem Roccese-Wein auf 580m Hoehe
Familienbetrieb der Familie Masala auf den Höhen von Airole. Produziert Roccese-Wein nach traditioneller ligurischer Methode auf 580m Höhe zwischen Trockenmauern und Felsen. Bewusst ohne DOC-Zertifizierung, um den historischen Traditionen treu zu bleiben. Das Weingut umfasst 34 Hektar Gesamtflaeche mit 14 Hektar Weinberg (ca. 35.000 Reben) und 20 Hektar Olivenhain mit ca. 2.000 Taggiasca-Baeumen. Beeindruckend sind die 80.000 Quadratmeter Trockenmauern (ca. 20 km linear), die von Hand wiederaufgebaut wurden. Der Anbau erfolgt ohne Chemikalien, Pestizide oder Bewaesserung. Der Name "Roccese" (nicht Rossese) bezieht sich auf die historische ligurische Weinbautradition seit 1200.
Pasta Fresca Morena
Frische Pasta aus der Markthalle zum Selbstkochen
Kein Restaurant, sondern ein Produzent – aber für alle, die in der Ferienwohnung selbst kochen wollen, eine der besten Adressen der Region. Morena stellt frische Pasta her, täglich, von Hand. Einen kleinen Laden gibt es im Zentrum von Ventimiglia, einen Stand in der Markthalle (Mercato Coperto). Die Auswahl ist groß: klassische Tagliatelle, gefüllte Ravioli mit verschiedenen Füllungen, und die ligurischen Spezialitäten – Pansotti (Teigtaschen mit Kräuterfüllung, traditionell mit Walnusssauce serviert) und Trofie, die gedrehten Nudeln für Pesto. Die Pasta ist am selben Tag gemacht. Die Kochzeit entsprechend kurz, der Geschmack ein anderer als bei getrockneter Pasta. Dazu passt Pesto aus der Markthalle, Olivenöl von einem der lokalen Produzenten, ein Glas Vermentino.
Frantoio Gaziello
Historischer Familienbetrieb seit Anfang 1900 - Olivenöl aus Taggiasca-Oliven
Historischer Familienbetrieb mit Wurzeln im Val Roya. Ursprünglich in Trucco mit wasserbetriebenem Frantoio, seit 1948 am heutigen Standort in Ventimiglia. Kaltpressung durch Zentrifugation, ausschließlich Taggiasca-Oliven aus den Tälern des westlichen Liguriens. Der moderne Edelstahl-Zentrifugalprozess verarbeitet 1.500-2.000 kg Oliven pro Stunde bei gleichzeitiger Traditionspflege. Historische Steinmühlen am Eingang zeugen von der langen Geschichte.
Gut zu wissen
Reservieren
Im Hinterland oft nötig, besonders am Wochenende. Die Lokale sind klein.
Mittagspause
Viele Restaurants öffnen erst um 19:30 zum Abendessen. Mittags ist das Angebot kleiner.
Bezahlen
Kleine Lokale oft nur bar. Vorher fragen oder Bargeld dabei haben.
Beliebte Kombinationen
Restaurant und Dorf
Mittagessen in Apricale, dann durchs Dorf schlendern. Oder: Dolceacqua besichtigen, dann zum Weingut.
Essen und Strand
Mittagessen an der Promenade, dann direkt an den Strand. Die Lokale liegen nah am Wasser.
Markt und Essen
Vormittags auf den Markt, dann in die Trattoria. Oder umgekehrt: erst essen, dann einkaufen.
Weingut und Dorf
Rossese probieren, dann durch Dolceacqua schlendern. Oder: Mittagessen in Apricale, nachmittags an den Strand.